Pilz-Palast

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Das Schloss von Prinzessin Peach (Toadstool), auch Pilz-Palast genannt, ist zum einen der Regierungssitz des Pilz-Königreichs, zum anderen die Wohnstatt der Prinzessin und zum dritten eine architektonische Meisterleistung. Es befindet sich in oder in der direkten Umgebung von Toad Town.
Das Schloss von Südosten aus gesehen

Der Spieler lernt einen Vorläufer des Schlosses bereits in Super Mario RPG: Legend of the Seven Stars (SNES, 1996) kennen. Eine weitaus wichtigere Rolle spielt es jedoch in Super Mario 64 (N64, 1996), wo es den Mittelpunkt des Spielgeschehens darstellt und erstmals so aussieht wie auch heute noch.

Name

In neueren Spielen wird dieses Schloss Pilz-Palast genannt. Zuerst war es aber in Super Mario 64 unter dem Namen Prinzessin Peachs Schloss bekannt, ähnlich der Bezeichnung für Bowsers Festung, welche ebenfalls nach ihrem Besitzer benannt wurde.

Funktion

Von hier regiert Prinzessin Peach über das Pilz-Königreich. Auch Konferenzen und der Empfang von Staatsgästen finden hier statt. Er ist auch Arbeitsort von Toadsworth und zahlreicher weiterer Toads. Für Feinde des Königreichs ist der Palast das Symbol der Herrschaft der Prinzessin und damit das Hauptziel ihrer Angriffe. Von hier aus haben sich schon Aggressoren wie Bowser und Krankfried kurzfristig selbst zu den neuen Monarchen ernannt.

Als Wohnstätte haben Peach und Toadsworth laut Mario & Luigi: Abenteuer Bowser hier ihre eigenen Zimmer. Das Schloss verfügt spielabhängig über diverse weitere Räume.

Auftritte

Neben dem erwähnten Super Mario 64 konnte man das idyllisch gelegene Schloss in einigen weiteren Spielen nach 1996 bewundern. Mario & Luigi - Superstar Saga (GBA, 2003), Super Smash Bros. (N64, 1999), Mario Kart: Double Dash!! (NGC, 2003) und sogar in dem nur in Japan erschienenen Itadaki Street DS (NDS, 2007). Zuletzt spielte das Gebäude eine Rolle in Super Mario Galaxy (Wii, 2007). Diese späteren Auftritte zeichnen sich zum großen Teil dadurch aus, dass das Schloss in vereinfachter und teilweise sogar stilisiert anmutender Form dargestellt ist.

Super Mario-Serie

Super Mario 64

Erstmals in Super Mario 64 ist das Schloss von Prinzessin Peach aufgetaucht. Es bildet den zentralen Punkt im Spiel. Bowser hat Peach und einige Toads entführt und hält sich nun im Schloss auf. Durch die verschiedenen Gemälde gelangt Mario in anderen Welten. Dort muss er die Power-Sterne finden, die dem Schloss die Macht geben.

New Super Mario Bros.

In New Super Mario Bros. dient das Schloss bloß zur Dekoration im Hintergrund. Jedoch diente es Bowser Jr. als Ablenkung für Mario. Indem er es attackieren ließ, konnte er Peach entführen, als Mario nach dem Rechten sehen wollte.

New Super Mario Bros. Wii

Entführtes Schloss

Wie auch in New Super Mario Bros. ist dass Schloss eine Dekoration im Hintergrund von Welt 1. Diesmal kann es aber auch noch betreten werden. Es dient als Sammelstelle für freigeschaltene Videos im Spiel.

Super Mario Galaxy

In Super Mario Galaxy lädt Peach Mario ins Schloss ein um das Sternenfestival zu feiern. Es wird jedoch von Bowsers Flotte entführt, wie in Paper Mario. Nachdem Mario Bowser besiegen konnte, landete das Schloss wieder unversehrt an seinem angestammten Platz.

Super Mario Galaxy 2

Auch im zweiten Teil dient das Schloss als Punkt zur Beobachtung des Sternenspektakels. Bowser entführt aber diesmal nur die Prinzessin und nicht das ganze Schloss.

New Super Mario Bros. U

Pilz-Palast
NSMBU Screenshot Peachs Schloss.jpg
Informationen
Vorkommen New Super Mario Bros. U
Level Magma und Meteoriten
Reise übers Magmameer
Warm genug?
Meteoritendusche
Heißer Aufzug
Die letzte Schlacht
Boss(e) Bowser
Welten
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Der Pilz-Palast ist das achte Gebiet in New Super Mario Bros. U. Der böse Bowser hat dieses einst so schöne Schloss in einen Ort der Lava und des Bösen verwandelt. Nach den ersten Bosskämpfen des Spieles gibt es jeweils Zwischensequenzen, in denen man sieht, wie sich der Zustand des Palastes zusehends ver"bösert", und sich ein gigantischer Wolkenwirbel um das Anwesen herum bildet. Es repräsentiert nun die Lava-Welt des Spieles, folglich gibt es hier kein Level ohne diese todbringende, glühende Masse. Mit jedem Level kommt man dem Palast näher, die beiden letzten Level, die beide als "Schloss"-Level gelten, befinden sich direkt am Schloss. Dort, wo der Zugang zum finalen Level ist, fliegt Bowser Jr. mit seinem Koopa-Kopter herum, vermutlich bewacht er die gefangene Prinzessin.

Magma und Meteoriten
Hauptartikel: Magma und Meteoriten

Ein gewöhnliches Lava-Level mit herunterfallenden Meteoriten. Aber Achtung: Gegen Ende versinkt der Boden in regelmäßigen Abständen in der Lava, sodass man stirbt, wenn man sich nicht rechtzeitig auf höher gelegene Stellen rettet. Dieses Level verfügt auch über einen geheimen Ausgang.

Reise übers Magmameer
Hauptartikel: Reise übers Magmameer

Man fährt auf einem Floß über die Lava. Der einzige Haken ist der, dass das Floß stehen bleibt, wenn sich mehr als fünf Gegner darauf befinden, und sich eine glühende und qualmende, dunkle Masse ebenfalls ihren Weg durch das Level bahnt, und Mario tötet, wenn sie ihn einholt. Man muss also die ständig von Plattformen auf das Floß fallenden Gegner wie Mikro-Gumbas und Monty Maulwürfe besiegen, damit man überlebt.

Warm genug?
Hauptartikel: Warm genug?

Dieses Level spielt im Innern eines Vulkans. Während man über verschiedenste Plattformen wie Schraub-Pilze rennt, muss man auf die stetig steigende und fallende Lava aufpassen. Auch Riesen-Käfer dienen Mario hier als Plattformen.

Meteoritendusche
Hauptartikel: Meteoritendusche

Dieses Level wird freigeschaltet, indem man im ersten Level - "Magma und Meteoriten" - den geheimen Ausgang findet. Hier muss man einen Berg erklimmen, darf aber nicht von herunterfallenden, glühenden Meteoriten getroffen werden.

Heißer Aufzug
Hauptartikel: Heißer Aufzug

Dieses Level ist das erste Level überhaupt, dass am Ende keinen Bosskampf beinhaltet, aber dennoch einen Speicherpunkt darstellt. Wie der Name schon sagt, fährt man hier mit einem Aufzug nach oben, der steigenden Lava davon. Allerdings fährt der Aufzug nur, wenn sich kein einziger Gegner bzw. keine einzige Münze darauf befindet. Daher sollte man den Aufzug so lenken, dass weder die im ersten Teil des Levels sehr zahlreich herunterfallenden Gumbas auf dem Aufzug landen noch später dann ein Para-Bomb darauf landet. Auch auf Münzen an Fallschirmen sollte man Acht geben, denn landet eine solche am Aufzug, so bleibt dieser ebenfalls stehen. Gegen Ende muss man zudem den Elektro-Blitzen der Bowser-Sparkys ausweichen. Hat man das Level geschafft, so kann man speichern, und das letze Level wird zugänglich.

Die letzte Schlacht
Hauptartikel: Die letzte Schlacht

In diesem Level ist Bowser Jr. ständiger Begleiter Marios, er versucht, Mario durch Stampfen mit seinem Koopa-Kopter in die Lava zu werfen, was ihm dadurch erleichtert wird, dass es an vielen Stellen Reihen aus Knochen-Blöcken gibt, die Wellen schlagen, wenn Bowsers Spross darauf stampft. Hat man es bis zum Bosskampf geschafft, so muss man Bowser, der mit Feuer und Hämmern nach Mario wirft, besiegen, indem man unter ihm durchrennt, sobald er springt, und den großen Schalter drückt, wodurch die Kampfarena einstürzt, und Bowser besiegt ist. Doch dann kommt Bowser Jr., welcher Kamek an seinem Koopa-Kopter herbeiträgt. Dieser belebt Bowser wieder, und vergrößert ihn dabei. Nun kämpft man aber nicht nur gegen den riesigen Bowser, sondern es kommt auch noch Bowser Jr dazu, welcher in seinem Koopa-Kopter sitzt, und Mario mit Bob-ombs bewirft. Um Bowser zu besiegen, muss man ihm dreimal auf den Kopf stampfen. Da er aber so groß ist, benötigt man etwas, mit dem man fliegen kann - und das ist Bowser Jr's Koopa-Kopter! Also muss man warten, bis Bowser Jr. tief genug fliegt, und ihn mit einem Sprung aus dem Koopa-Kopter werfen. Anschließend springt man selbst hinein, und steuert den Koopa-Kopter nun über Bowser, und löst dann mit ZR die Stampfattacke aus. Bowser zieht sich nun in seinen Riesenpanzer zurück, und rutscht mit hoher Geschwindigkeit über die Kampfarena. Aufgrund seiner Größe kann er nicht übersprungen werden. Stattdessen muss man unter dem Panzer durchrennen, wenn dieser gerade springt. Noch zwei weitere Male muss man Bowser auf den Kopf stampfen, dann ist er besiegt.

New Super Luigi U

Auch hier ist das Schloss wieder vertreten, wie in New Super Mario Bros. U aber als ganze Welt. Es enthält folgende Level:

Paper Mario-Serie

Paper Mario

Das Schloss in Paper Mario.

In Paper Mario wurde das Aussehen vom Schloss nur leicht verändert, dabei wurde die Außenanlage nur halb dargestellt, im Schloss-inneren sind ein paar Türen dazu gekommen und die Treppen wurden anders platziert. Später kann auch das Dach betreten werden, um mit Bowser zu kämpfen.

Mario & Luigi-Serie

Mario & Luigi: Abenteuer Bowser

Der Konferenzsaal mit Peach und Toadsworth oben, und unten die Gesamtansicht

Das Schloss war zu Beginn Tagungsort von Peachs Konferenz über die Metabowlie. Bowser gelang es hier zweimal, in den Palast einzudringen und die Versammlung zu stören, wobei der Konferenzraum demoliert wurde. Das Schloss sah außen wie im Original aus. Es gab mehrere Etagen und einen besonders hohen Turm, der später Schauplatz des großen Finales gegen Finster-Bowser wurde. Außerdem waren einige Statuen und Gemälde von Prinzessin Peach zu sehen. Die Unterschiede zu anderen Spielen liegen vor allem im Innenbereich, was am neuen Besitzer liegen könnte.

Als Krankfried an die Macht kam, wurde zunächst Bowsers Festung und anschließend das Schloss völlig eingenommen. Das Schloss wurde daraufhin komplett umgestaltet: Genau wie Bowsers Behausung wurde auch der Palast zu einem riesigen Kampfroboter umgebaut, den Krankfried Pilz-Palast des Zorns nannte. Als Bowser eintraf, um Krankfried zu verjagen, aktivierte dieser den Palast und ließ ihn Bowser unter sich begraben. Daraufhin wurde der Koopa-König zum letzten Mal im Spiel zum Riesen, kämpfte gegen das Schloss und machte es kampfunfähig.

Den Schlossgarten konnten Mario und Luigi erst nach Krankfrieds Machtübernahme sehen, doch er sah einem Labyrinth aus Mauern nicht unähnlich, und durch einige Türme konnten sie hindurchgehen, während einer sogar in den Palast selbst führte, allerdings nur für Bowser. Hinter dem Palast wurde sogar eine Müldeponie angelegt, wo die Brüder gegen einen weiteren Roboter Krankfrieds kämpften.

Im Inneren waren die Schäden durch Bowsers Attacken deutlich zu sehen, vor allem im Boden gab es Risse und es fehlten einige Stücke. Eingänge wurden mit Statuen versperrt, um Mario und Luigi auszusperren, was aber Bowser nicht aufhalten konnte. Die Statuen tragen nun Krankfrieds Gesicht, wobei die weibliche Körperform ironischerweise erhalten blieb.

Die Innenarchitektur unterscheidet sich hier wieder sehr stark von anderen Spielen. Das Schloss besitzt unter anderem eine Bibliothek. Selbst eine Küche ist diesmal zu erkennen, aber auch Prinzessin Peachs und Toadsworths Zimmer sind zu sehen. Nach Krankfrieds und Bowsers Niederlage wird der ramponierte Palast wieder auf Vordermann gebracht.

Mario Kart-Serie

In der Mario Kart-Serie tritt das Schloss meistens als kleine Dekoration auf. In Mario Kart 64 kommt es erstmalig vor, mit dem Kart kann man direkt bis vor die Tür fahren, dabei ist das Aussehen stilisch an Super Mario 64 gehalten. Hier findet auch die Siegesfeier in Mario Kart 64 statt. Peachs Piste in Mario Kart: Super Circuit enthält im Hintergrund ebenfalls den Palast und die Siegesfeier findet auch wieder davor statt.

In Mario Kart: Double Dash!! ist es im Hintergrund von Marios Piste zu sehen, dabei ähnelt es aber dem Aussehen von Paper Mario. Mario Kart DS beinhaltet das Schloss gleich zweimal, einmal in Marios Piste, hierbei hat das Schloss einen Schlossgraben gefüllt mit Wasser und das zweite Mal bei Peachs Schlossgarten, denn da spielt die ganze Strecke rund um das Schloss.

Mario Party Serie

Mario Party 3

Hier war das Schloss im Papierformat als Optionsauswahl zu sehen. Im Inneren des Schlosses konnte man das Spiel einstellen, Sounds und Musikstücke aus dem Spiel anhören und sich seine Rekorde angucken.

Mario Party 4

In Mario Party 4 war es im Datei-Auswahl-Bildschirm im Hintergrund zu sehen. Mario und seine Freunde hatten sich nach einer Einladung vor dem Schloss getroffen, ohne den Grund zu wissen. Schließlich wurde klar, dass man sich getroffen hatte, um Marios Geburtstag zu feiern.

Architektur

Die folgenden architektonischen Betrachtungen beziehen sich auf die Mario-64-Version des Schlosses. Die Messwerte beruhen auf der grundlegenden Annahme, dass die Treppenstufen im Gebäude jeweils 15 cm hoch sind. Daraus ergibt sich nach einem Vergleich der Stufenhöhe mit der Fliesenlänge, dass diese ziemlich genau 62 cm beträgt. Mit diesen beiden Werten ist es möglich, das gesamte Schloss zu vermessen.

Allgemeines

Beim Schloss der Prinzessin handelt es sich um einen trutzigen und dennoch einladend und angenehm wirkenden Bau von gut sechzig Metern Breite. Die Grundfläche ist rechteckig und beträgt 1329 m². Insgesamt verfügt das Gebäude über sechs Ebenen (zwei Kellergeschosse, Erdgeschoss, drei Obergeschosse). Das eigentliche Dach des Schlosses befindet sich über dem ersten Obergeschoss und besteht aus roten Ziegeln. Die beiden darüber liegenden Etagen befinden sich in einem aufgesetzten Turm, auf dem man ein Spitzdach erkennen kann, welches sich rund 35 Meter über der Landschaft erhebt. Diese Art von Spitzdach ist außerdem in vierfacher Ausführung an den Eckpunkten des Hauptdaches angebracht. Insgesamt haben wir es mit einem streng symmetrischen Bauwerk zu tun, dessen Fassade mit hellgrauen Steinquadern verblendet ist. Die Gesamtfläche aller Stockwerke beträgt 4730 m². Besonders ins Auge des Betrachters springt ein fein gearbeitetes Buntglasfenster über dem Eingang, das die Prinzessin im Profil und in Überlebensgröße zeigt.

Den Eingang erreicht man über eine kurze Steinbrücke, die den Schlossgraben überspannt. Das Innere des Gebäudes präsentiert sich in zumeist gedeckten Rot- und Brauntönen, die eine gemütliche Atmosphäre ausstrahlen. Der Fußboden der oberirdischen Geschosse ist entweder mit Fliesen im Schachbrettmuster ausgelegt oder mit dunkelrotem Teppich bezogen. Im Keller überwiegen kleeblattförmige graue Steine als Bodenbelag.

Die Eingangshalle

Wenn wir den Grundriss des Schlosses betrachten, fällt auf, dass es kaum rechteckige Räume gibt, sondern fast alle eine individuelle Form aufweisen. Besonders deutlich wird das bei der Eingangshalle, die in Form eines Herzens angelegt ist und - nebenbei bemerkt - beachtliche 329 m² misst. Ihre Wände sind mit geschmackvollen angedeuteten Landschaften bemalt. Eine breite Treppe im Zentrum des Raumes führt auf eine erhöht gelegene Galerie. Insgesamt gehen von der Eingangshalle zehn Türen ab, von denen vier in großzügige Säle führen, die jeweils ein Wandgemälde beherbergen, welches Mario in die entsprechenden Kurse des Spiels bringt. Zwei Türen führen in den hinteren Teil des Erdgeschosses und zur Kellertreppe. Die Eingangstür führt in den Schlosspark, von dem noch die Rede sein wird, und die drei Türen auf der Galerie gewähren dem Schlossbesucher Zutritt zu einem 40,5 Meter langen Flur, der Wendeltreppe zum ersten Obergeschoss und dem Vorraum von Peachs Rutschbahn. Es würde zu weit führen, jeden Raum des weitläufigen Gemäuers zu betrachten. Wir wollen uns auf einige sehenswerte Orte beschränken.

Der Gulliver-Gumba-Saal

Da ist zum einen der Vorraum zum Kurs 13, Gulliver Gumba, der sich im ersten Obergeschoss befindet. Dieser Raum ist insofern bemerkenswert, als dass eine beeindruckende optische Täuschung den ahnungslosen Spieler narrt, sobald er ihn betritt. Der Raum besteht aus drei senkrecht zueinander positionierten Flügeln, deren Länge auf den ersten Blick etwa identisch zu sein scheint. Am Ende jedes Flügels hängt ein Gemälde. Auch diese scheinen etwa gleich groß zu sein. Sobald man jedoch die Gänge nacheinander beschreitet, stellt sich heraus, dass einer der drei Gänge sehr kurz ist (6,3m) und mit einem nur kleinen Gemälde am Ende (5,3 m²) ausgestattet ist. Der zweite Gang ist bereits 13,5 m lang, und der längste erstreckt sich über 24,9 m. Das Bild am Ende misst gewaltige 125 m². Dieses optische Phänomen wird erzeugt zum einen durch die unterschiedliche Gemäldegröße und zum anderen durch die unterschiedlichen Winkel, in denen die Gangwände zueinander verlaufen: Die Wände des kurzen Ganges laufen aufeinander zu, die des mittleren Ganges stehen parallel zueinander, und beim dritten Gang vergrößert sich die Gangbreite mit wachsender Entfernung, bis sie schließlich über 13 m auseinanderstehen. Auf diese Weise kommt dieser kunstvoll gestaltete Raum auf eine Fläche von 425,4 m², wobei der dritte Gang rund 70 Prozent der Fläche ausmacht.

Das zweite Obergeschoss

Die zweite Etage verströmt eine etwas andere Atmosphäre als die übrigen Stockwerke. Das liegt vor allem an dem nur gedämpften Lichteinfall in den über 500 m² großen Hauptsaal des Stockwerks. Damit ist dieser Saal der größte Raum des Hauses. Eine besondere Sehenswürdigkeit verkörpert eine riesige Standuhr, die als Zugang zum Kurs 14, Ticktacktrauma, fungiert. Auch dieser Saal verfügt über eine Galerie, die durch eine Schiebetür zur Treppe zum dritten Obergeschoss führt, welches jedoch nur dem Zugang zum letzten Bowser-Kampf des Spiels dient.

Der Keller

Die meisten Teile des ausgedehnten Kellers entsprechen im Gegensatz zu den oberirdischen Stockwerken des Schlosses in keiner Weise den Ansprüchen einer feinen Prinzessin. Das beinahe knietiefe brackige Wasser, das hunderte Quadratmeter der verwinkelten Gänge bedeckt, wäre der Sauberkeit der königlichen Kleider auch keineswegs zuträglich. Daraus kann man schließen, dass das Untergeschoss des Schlosses dem Personal und den Erkundungen Marios vorbehalten ist. Die Schachbrettfliesen und Samtteppiche auf den Fußböden sind zumeist schlichten grauen Steinen gewichen, und die Wände sind in diesen Gefilden mit Blechen in verschiedenen Zuständen der Verrostung ausgekleidet. An einer Stelle gräbt sich das Gemäuer noch ein weiteres Stockwerk tiefer ins Erdreich, das über unwegsame Schrägen in einen Regulatorraum führt, von dem aus man den Wasserstand des Schlossgrabens beeinflussen kann und außerdem direkten Zugang auf den Grund des Grabens hat.

Die Außenanlagen

Im Schlossgarten vom Schloss mit den Buu-Huus

Auf drei Seiten ist das Schloss der Prinzessin von einem idyllischen Park umgeben, der nach außen hin durch hohe grasbewachsene Wälle und in Gebäudenähe durch den Schlossgraben begrenzt wird. Im Verhältnis zur Größe des Schlosses wirkt der Park eher bescheiden. Er bezieht seine malerische Wirkung weniger aus großzügiger Fläche als aus wohldurchdachten landschaftlichen Details. Das Gelände ist leicht hügelig und zum großen Teil mit Rasen bepflanzt. Hie und da erblicken wir einen Baum von geringer Höhe, dessen Gattungsbezeichnung der Spieler jedoch nicht zu erraten vermag. Außerdem durchziehen den Park einige Wege, die unter anderem auch zu einem kleinen See mit angegliedertem Strand führen. Links vom Schloss können wir einen reißenden Wasserfall ausmachen, der sich in den Schlossgraben ergießt. Hinter dem Gebäude befindet sich ein sehr viel kleinerer Park, der mit andersartigen Bäumen als der vordere Teil bestückt ist. Die gänzlich andere Atmosphäre kommt aber dadurch zustande, dass diese Anlage nicht von natürlichen, sondern ausschließlich von künstlichen Grenzen umgeben ist - zum einen von der Fassade des Schlosses und zum anderen von einer hohen Backsteinmauer. Auch der Boden ist nur zum Teil mit Gras bewachsen. In der Mitte des Steinbodens erhebt sich ein ansehnlicher Springbrunnen.

Luftblick auf ein Teil des Geländes

Abschließend ist zu bemerken, dass offensichtlich beim Bau des riesigen Schlosses vollständig auf Räume für das tägliche Leben verzichtet worden ist. Vergeblich sucht der Spieler ein Badezimmer, eine Küche, und sogar ein Wohn- und ein Schlafzimmer fehlen. Nicht einmal Möbel scheinen in den weitläufigen Sälen und Hallen zu existieren. Einer Hypothese zur Lösung dieses Rätsels zufolge gibt es sehr wohl solche Räume im Schloss; sie wurden lediglich im Spiel ausgespart, um nicht vom eigentlichen Spielgeschehen abzulenken und um der Prinzessin einen Teil ihrer Privatsphäre zu lassen. Das würde auch die teilweise großen Lücken auf dem Grundriss zwischen den Räumen erklären. Wenn es dort nur Mauerwerk gäbe, so wäre es bis zu zehn Meter stark.

Wir müssen uns also damit abfinden, dass es gewisse Bereiche im Schloss gibt, von denen es Prinzessin Peach nicht für richtig hält, dass zwölf Millionen Spieler sie zu Gesicht bekommen, was ja auch verständlich ist.